Eine kleine Vorbemerkung zu meinem ersten Blogeintrag:)
Weil ihr so viele verschiedene Leute seid, die mich aus so vielen verschiedenen Ecken meines Lebens kennen, also Familie, Schule, CVJM... wird es wahrscheinlich nicht möglich sein, meine Berichte so zu schreiben, dass alle Infos für euch gleich interessant sind:) Wenn ihr noch Fragen oder Anmerkungen habt, freue ich mich von euch eine Mail zu bekommen (Sonst natürlich auch:) Viel Spaß beim Lesen:)
Weil ihr so viele verschiedene Leute seid, die mich aus so vielen verschiedenen Ecken meines Lebens kennen, also Familie, Schule, CVJM... wird es wahrscheinlich nicht möglich sein, meine Berichte so zu schreiben, dass alle Infos für euch gleich interessant sind:) Wenn ihr noch Fragen oder Anmerkungen habt, freue ich mich von euch eine Mail zu bekommen (Sonst natürlich auch:) Viel Spaß beim Lesen:)

Ich bin daaaa:). Nach langer Vorbereitung, vielen und ziemlich herzzerreißenden Abschieden und einem endlos langen Flug sind wir (meine Mitvolontäre Teresa, Anne, Julia, Hannah, Tobi, Steffen, Laura, Consti und ich) am 29. September 2009 in Lima angekommen.
Hier werden wir die nächsten 12 Monate im peruanischen CVJM in den verschiedenen Bereichen, wie der Jungschar- und Jugendarbeit, den sozialen Hilfsprogrammen in den Armenvierteln oder in einer der drei CVJM-Schulen mitarbeiten.
Die ersten zwei Wochen wohnen wir jetzt erstmal im CVJM (7 Mädels und 14 Taschen in einem Zimmer sind manchmal eine echte Herausforderung für jeden von uns:)), bekommen alles gezeigt, werden überall vorgestellt und letzten Mittwoch hat auch unser Sprachkurs angefangen (Zum Glück denn mein Spanisch ist irgendwie noch grottiger als ich dachte:)).
Auch wenn ich gerade noch ein bisschen mit der Essensumstellung zu kämpfen habe (irgendwie vertrage ich das Essen hier in der Cafeteria noch nicht so ganz:)) und auch wenn es immer wieder Momente gibt in denen ich ziemlich Heimweh habe, bin ich nach nun fast zwei Wochen Lima auch innerlich in meiner neuen Heimat angekommen.
Auch wenn ich noch nicht so genau weiß, was so alles auf mich zu kommt und wo ich genau mitarbeiten werde, freue ich mich schon total darauf, dass es endlich losgeht und wir hier richtig mitmischen können:)
Das Leben hier im CVJM unterscheidet sich um Einiges von dem in irgendeinem deutschen CVJM: überall geht hier fett die Party ab, aus den 15 verschiedenen Tanzsäälen dröhnen Salsa und Merengue- Musik gemischt mit dem Power- Kampf-Techno der Tae-Bo-Gruppe, überall rennen Kinder in CVJM-Trainingsanzügen rum, die hier in die Schule gehen, und draußen vor unserem Fenster hört man gerade das Geschrei der Seniorenvolleyball-Gruppe, die sich gegenseitig mit „abuelo“ (Großvater) und „tío“ (Onkel) beschimpfen:)
Auch wenn man hier durch die Straßen geht ist es ähnlich, seien es die 1000 verbeulten Autos, die an jeder Rechts-vor-links-Kreuzung hupen bevor sie ohne zu schauen drüberbrettern, seien es die Polizeisirenen, die Autoalarmanlagen oder die Salsa-Musik in den vollgestopften Bussen, ganz Lima ist voll von den verschiedensten und meistens ziemlich lauten Geräuschen:).
An sich ist das hier voll meine Welt, da ich ja selbst nicht wirklich zu den stillsten Menschen gehöre und ich genieße die große Offenheit und Freundlichkeit der Menschen, die uns hier meistens sehr überschwänglich begrüßen.
Letzten Donnerstag waren wir das erste Mal in „Independencia“, einem Stadtteil von Lima, in dessen Armenvierteln der CVJM seit mehreren Jahren Kinder- und Frauengruppen anbietet und auch durch den Bau von kleinen Arztpraxen und Toiletten, versucht die medizinische und hygienische Situation zu verbessern. Wir haben dort eine Frauengruppe besucht, wo sich jede Woche ungefähr 20 Frauen treffen und dort gemeinsam verschiedene Arten von Handarbeit erlernen und ihre Fähigkeiten weiter ausbauen. Das Ziel ist, dass sie so später auch in anderen Firmen arbeiten und damit ihre Familien versorgen können. Außerdem können die Frauen ihre Kinder mitbringen, es wird dort zusammen gesungen und es werden Spiele gespielt und es gibt jedes Mal eine kleine Andacht. Besonders hat mich die Geschichte einer Frau berührt, die erzählt hat, dass sie hier gelernt hat, dass sie auch etwas Wert ist, obwohl sie nur eine Frau ist und, dass sie sich auch mittlerweile wieder selbst im Spiegel anschauen kann und weiß, dass sie so gut ist wie sie ist. Mir ist klargeworden, was für ein großes Glück es ist, in Deutschland aufwachsen zu dürfen, wo man auch als Frau von klein auf ein gesundes Selbstbewusstsein entwickeln kann. Und ich habe gemerkt wie wichtig dieses Selbstverständnis ist, weil die Frauen hier nur nicht aus ihrer von familiärer Gewalt geprägten Welt ausbrechen können, weil sie glauben, dass sie als Frauen nicht das Recht haben sich zu wehren. Der Besuch dort hat mich sehr angerührt und ich hoffe, dass ich dort mitarbeiten kann, weil ich glaube, dass der CVJM dort eine sehr wertvolle Arbeit macht.
Es gibt auch noch andere tolle Projekte, die wir in den letzten Tagen kennengelernt haben, wie zum Beispiel die Arbeit des CVJMs im „Centro“ Limas , einem eher armen und ziemlich kriminellen Stadtteil von Lima, wo sich um Kinder gekümmert wird, die auf der Straße arbeiten. Aber davon werde ich das nächste Mal erzählen, weil ihr sonst noch 10 Seiten mehr lesen dürft und das dann vielleicht doch ziemlich viel auf einmal wird:)
Vorgestern hab ich meine Gastfamilie kennengelernt, bei der ich auf jeden Fall bis Januar wohnen werde, je nachdem ob ich dann in Lima bleibe oder zu einem der anderen Projekte in Arequipa oder Trujilio wechsle. Ich bin total glücklich so ne tolle Familie abbekommen zu haben, mein Gastpapa Dante ist supernett, meine Gastmama ist genauso Tee-süchtig wie ich und wir haben drei Katzen:) Auch meine beiden Gastschwestern scheinen voll in Ordnung zu sein, bin mal gespannt, wie sich das alles entwickelt:)
Es gibt auch noch andere tolle Projekte, die wir in den letzten Tagen kennengelernt haben, wie zum Beispiel die Arbeit des CVJMs im „Centro“ Limas , einem eher armen und ziemlich kriminellen Stadtteil von Lima, wo sich um Kinder gekümmert wird, die auf der Straße arbeiten. Aber davon werde ich das nächste Mal erzählen, weil ihr sonst noch 10 Seiten mehr lesen dürft und das dann vielleicht doch ziemlich viel auf einmal wird:)
Vorgestern hab ich meine Gastfamilie kennengelernt, bei der ich auf jeden Fall bis Januar wohnen werde, je nachdem ob ich dann in Lima bleibe oder zu einem der anderen Projekte in Arequipa oder Trujilio wechsle. Ich bin total glücklich so ne tolle Familie abbekommen zu haben, mein Gastpapa Dante ist supernett, meine Gastmama ist genauso Tee-süchtig wie ich und wir haben drei Katzen:) Auch meine beiden Gastschwestern scheinen voll in Ordnung zu sein, bin mal gespannt, wie sich das alles entwickelt:)
Ein weiteres Highlight war, als wir letzte Woche bei einem WM-Qualifikationsspiel zwischen Peru und Uruguay dabei waren und so hautnah die heißblütige Mentalität:) der Peruaner miterleben durften. Peru hat zum Glück gewonnen und sind wir mit jede Menge begeisterter Peruaner auf unseren Plätzen auf und ab hüpfen:) Alles in allem ein seehr cooles Erlebnis.
Also wie gesagt, es geht mir hier eigentlich richtig gut, ich hoffe mein Magen gewöhnt sich irgendwann an die neuen Umstände hier und ich hoffe, dass ich mit meinem Spanisch nicht absolut untergehe, wenn demnächst die Arbeit anfängt:)
Ich wollte mich nochmal für die ganzen lieben Abschiedsworte und –geschenke bedanken, es ist toll zu wissen, dass ihr an mich denkt und/ oder für mich betet. Ihr sollt wissen, dass ich oft an euch denke und mich immer freue zu hören, wie es euch geht.
Diejenigen von euch die wollen, können gerne dafür beten, dass ich mich hier gut eingewöhne, das mein Magen sich irgendwann einkriegt:) und natürlich auch für die Stadt und die Arbeit hier. Hier springt einem quasi die Armut ins Gesicht und es ist wirklich noch viel Veränderung nötig.
Also das war erstmal ein erster Eindruck von meinem neuen Leben auf dem anderen Kontinent:) ich werde versuchen mich demnächst ein bisschen kürzer zu fassen, damit ihr, keine 2 Stunden zum lesen braucht:)
Alles liebe und fühlt euch umarmt
un abrazo
Sarah